Abschlussfahrt an den Gardasee 2019

Wir (10a & 10b) verbrachten unsere Abschlussfahrt auf einem Campingplatz in San Benedetto am Gardasee.

Den ersten Tag verbrachten wir zwar nur im Bus, aber es war trotzdem recht lustig den ganzen Tag mit seinen Klassenkameraden zu reden, rumzualbern und Spiele zu spielen. Abends kamen wir dann an und aßen noch zu Abend bevor wir dann alle recht schnell ins Bett gingen.

Am zweiten Tag stand die Fahrradtour auf dem Plan. Wir fuhren etwa zwei Stunden um den Gardasee und legten Stopps an sehr beeindruckenden Orten ein. Als wir dann zurück im Camp waren, hatten wir bis zum Abendessen Freizeit und konnten ins nahliegende Dorf gehen.

Nach Venedig fuhren wir dann am nächsten Tag nach dem Frühstück. Nachdem wir etwa eine Stunde mit dem Boot gefahren sind, durften wir Venedig auf eigene Faust erkunden. Viele nutzten die unterschiedlichen Einkaufsmöglichkeiten und gingen Essen. Als wir abends wieder zurück im Camp waren, gab es noch Essen und wir verbrachten, wie jeden Abend, den Rest des Tages vor unseren Bungalows.

Den vierten Tag verbrachten wir in Verona. Obwohl das Wetter nicht so mitspielte, verbrachten wir dort einen tollen Tag und besichtigten die Stadt.

Am letzten Tag unserer Abschlussfahrt besuchten wir den Freizeitpark „Gardaland“. Wir hatten den größten Teil des Tages Zeit, Achterbahnen und Karussells zu fahren und den Park zu entdecken. Später trafen wir uns dann wieder am Eingang des Parks und machten uns auf die Heimfahrt nach Krefeld.

Die meisten von uns schliefen während der Fahrt, da diese über Nacht stattfand. Schließlich kamen wir früh morgens in Krefeld mit vielen neuen Erinnerungen sowie Erfahrungen an.

Artikel: Selina Mader

Abschlussfahrt nach Prag 2019

Direkt vor den Osterferien, vom 8.4. bis zum 12.4.2019 fand die Abschlussfahrt der Klassen 10c und 10d nach Prag statt.

Während wir mit dem Hotel vor Ort leider etwas haderten – die Betten waren teilweise leider nicht wirklich bequem – konnten die Stadt und das Programm überzeugen:

Bei einer Stadtführung am Dienstag wurden uns die schönsten Orte von Prag gezeigt, unter anderem zum Beispiel die Karlsbrücke, den Wenzelsplatz oder auch Staroměstské náměstí – den ältesten Platz im historischen Zentrum mit der berühmten mittelalterliche Rathausuhr. Am Nachmittag wurden wir auf einem Boot über die Moldau gefahren und konnten auf dem Sonnendeck das gute Wetter genießen.

Genießt die Aussicht von der Prager Burg: Maskottchen William

Mittwoch wurden wir zunächst durch die Prager Burg geführt – hier fand der Prager Fenstersturz am 23. Mai 1618 statt – der Auslöser des Dreißigjährigen Krieges.

Am Nachmittag besuchten wir den SAPA-Markt, ein riesiger, exotischer Markt am Rande der Stadt, der oft als „Klein Hanoi“ bezeichnet wird. Hier versorgen sich vietnamesische Händler aus Prag und Umgebung mit frischer Ware für den Einzelhandel.

Am Donnerstag stand einmal mehr Geschichte auf dem Programm: Wir besuchten die Gedenkstätte Theresienstadt, ein ehemaliges Konzentrationslager zu Zeiten des Nationalsozialismus.

Abends feierten die Klassen 10c und 10d getrennt und verbrachten einen netten Abschluss, bevor es am Freitag zurück nach Krefeld ging.

Artikel: Hagemann

Unsere erste Gedenkstättenfahrt nach Frankreich

Vom 6. bis zum 8. März fand die erste Gedenkstättenfahrt der Freiherr-vom-Stein Schule statt. Daran nahmen Schüler/Innen der 10. Klasse sowie Frau Sonnenwald, Frau Trautmann, Frau Reißbitzen, Frau Neweling, Frau Kröhling, Herr Hanrath und Herr Sindram teil. Unser Zielort war Straßburg. Von dort aus besuchten wir das Europaparlament in Straßburg, das KZ Natzweiler-Struthof im Elsass und den Soldatenfriedhof in Niederbronn-les-Bains. Wir möchten Ihnen nun von unserer Gedenkstättenfahrt genauer berichten.

Tag 1:

Am ersten Tag fuhren wir um 5:35 Uhr am MSM Parkplatz ab. Unterwegs machten wir zwei Pausen und kamen schließlich um 11:20 Uhr am Lagrange Hotel in Straßburg an. Dort hatten wir dann zuerst etwas Zeit, uns einzurichten. Daraufhin machten wir uns um 13 Uhr auf dem Weg zum Europaparlament. Angekommen am Parlament wurden wir als erstes wie bei einer Flughafenkontrolle gründlich kontrolliert! Von der Kontrolle aus wurden wir dann ins Innere des Parlaments geführt. Dort wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, die jeweils von einem Mitarbeiter herumgeführt wurden. Zuerst sahen wir uns einen 360° Film über das Europaparlament an. Darin wurde erklärt, dass sich die Abgeordneten einmal im Monat für vier Tage in Straßburg treffen. Außerdem erhielten wir noch viele weitere Informationen. Nachdem wir uns dann den Film fertig angesehen haben, gingen wir in den Plenarsaal und uns wurde noch einiges zu den Sitzungen des Parlaments erklärt. Am Schluss hielten noch einige Schüler/Innen Referate, die sie für das Europaparlament vorbereitet hatten und beendeten den Besuch im Parlament um 15:45 Uhr.

 

 

Daraufhin sind wir zum Hotel gefahren und konnten unseren Abend in der Stadt Straßburg verbringen. Viele von uns besuchten Restaurants und gingen shoppen.

Tag 2:

Am zweiten Tag unserer Frankreichreise besuchten wir das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler – Struthof.

Gegen 10 Uhr stiegen wir in unseren Reisebus ein und fuhren zum Konzentrationslager (KZ). Als wir zu unserem Ziel fuhren, fing es an zu regnen, dies stimmte einige Schülerinnen und Schüler traurig. Doch wir hatten Glück, als wir ankamen hörte es auf zu regnen. Trotz des düsteren Anlass herschte also schönes Wetter auf dem KZ-Gelände. Doch bevor wir mit der Führung anfingen, besuchten wir das naheliegende Museum Mémorial Alsace Moselle. In diesem Museum erfuhren wir einiges über das Konzentrationslager, teils über einen Film, teils über eigene Texte, die man selber las. In der zweiten Hälfte unseres Museumbesuchs betraten wir das untere Geschoss. In diesem unterirdischen Bereich sah man Teile des orginalen Mauerwerks des Kartoffelkellers. Während wir staunend an diesen Mauern standen, lauschten wir dem Mythos dieses Kellers. Es ist quasi ein unterirdisches Gebäude,  etwa 120 Meter lang und es besteht aus 22 Zellen. Gebaut haben es die Gefangegen des KZs. Bis heute ist nicht geklärt, warum dieser Keller eigentlich gebaut wurde.

 

Nachdem wir dieses Museum wieder verließen, gingen wir nun endlich zum KZ-Gelände. Dort bekamen wir eine persönliche Führung über das Gelände.

 

Durch diese Führung erfuhren wir viele interessante Fakten über das Leben der Insassen und der Soldaten im KZ. Das KZ Natzweiler-Struthof war ein sogenanntes Straf- und Arbeitslager des nationalsozialistischen Deutschlands. Es liegt nahe dem Ort Natzweiler, etwa 55 Kilometer südwestlich von Straßburg entfernt. Bei unserer Führung durchs KZ wurden wir durch die einzelnen Baracken geführt. In einer Baracke wurden damals die Insassen eingesperrt, wenn sie etwas verbrochen haben. Je nach Schwere des ,,Verbrechens“ wurden sie für einige Zeit in dunkle und enge Räume eingesperrt. Mit zwanzig Mann saßen sie in diesen Räumen und bekamen nur alle paar Tage etwas zu essen. Insassen, die exekutiert werden sollten, saßen in noch kleineren Zellen und warteten auf den Tod.

 

Eines der schrecklichsten Bereiche des KZs war der Raum, wo der Verbrennungsofen stand, in dem die Leichen der Insassen verbrannt wurden. Durch diese Verbrennungen färbte sich der Schornstein dieses Gebäude rot.

Wir alle haben schon einmal von einem KZ gehört, das Thema haben wir einmal in der Schule behandelt, doch das KZ war ganz anders als man es sich vorstellte. Es war viel realer, viel schrecklicher als wenn man es in einem Geschichtsbuch liest.

Direkt nachdem wir einige Schülerinnen und Schüler am Hotel abgesetzt hatten, fuhr ein Teil der Schüler in die Altstadt von Straßburg, um in einem Restaurant Flammkuchen zu essen. Im Flam’s bestellten wir ein All-you-can-eat Buffet und aßen alle mögliche Arten von Flammkuchen. Unter ihnen waren beispielsweise der Speck-Zwiebel-Flammkuchen

Tag 3:

Wir sind am Freitag, 08.03.2019 um 10:15 Uhr von unserem Hotel, Lagrange Apart’hotel abgefahren. Gegen 11:15 Uhr sind wir an der Gedenkstätte angekommen. Uns empfing ein Mann namens Herrn Bernard. Gegen 11:20 Uhr hat er dann mit seinem Vortrag über den Soldaten Friedhof begonnen. Herr Bernard hat uns Briefe gezeigt, von Verwandten der Soldaten. Ebenfalls erzählte er uns Geschichten einzelner Soldaten und ihren Angehörigen. Es gab insgesamt 18 Mio. Soldaten. Davon sind 4-5 Mio. im 2. Weltkrieg gefallen. Von den ganzen gefallenen Soldaten werden – so Herr Bernard – jährlich 25.000 neue Leichen gefunden. Nach dem anderthalb-stündigen Vortrag sind wir in der Gedenkstätte noch essen gegangen. Danach waren wir gestärkt für den Rundgang auf dem Soldatenfriedhof. Alle Gräber haben den gleichen Grabstein, es sind graue Kreuze, die auf beiden Seiten einen Namen und das Geburts- und Todesdatum eingraviert haben. Der Soldatenfriedhof wurde am 1.Oktober 1966 eröffnet. 2016 hat der Friedhof sein 50-jähriges Bestehen gehabt. Auf dem Friedhof liegen insgesamt 15.413 Soldaten. Uns wurde von einem 10-jährigen Mädchen, namens Karin Goebel berichtet, dass zwar nicht im Krieg mitgekämpft hat, aber als Bombenopfer dennoch auf dem Soldatenfriedhof begraben wurde. Das jüngste Opfer auf dem Friedhof war ein 1 ½-jähriges Kind, dass auch genau wie Karin Goebel ein Bombenopfer war. Das älteste Opfer war eine 89-jährige Frau.

 

Nach dem Besuch auf dem Soldatenfriedhof traten wir wieder unsere Heimreise nach Krefeld an.

Insgesamt hat uns die Fahrt gut gefallen und wir haben viele Erfahrungen gesammelt! 🙂

Artikel: Selina Mader, Jennifer Pych, Celine Sabel und Laura Steffenhagen