Schüler saugen Wissen auf

Beim STOCKOSORB®-Projekt mit der Freiherr-vom-Stein Realschule geht es nicht nur um den Superabsorber, der Pflanzen in Trockenzeiten mit Flüssigkeit versorgt, sondern um vernetztes Wissen und fächerübergreifendes Lernen.

Im Klassenraum wird Peter Herbe freundlich von den Schülern und Biologielehrer Christian Dickneite begrüßt. Eigentlich arbeitet Herbe im Superabsorber-Labor für Anwendungstechnik, doch an diesem Vormittag unterstützt er das neue Projekt mit der Freiherr-vom-Stein Realschule. Es verbindet die Fächer Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Informatik.
Im Biologiekurs lernen die Siebtklässler die Superabsorber näher kennen. Von der Chemie über die Funktion bis hin zur Herstellung der kleinen Granulate. „Sie können bis zum 500-fachen ihres Eigengewichtes an Flüssigkeit aufsaugen“, erklärt Herbe und macht deutlich, dass die Produkte aufgrund ihrer Saugkraft in vielen Anwendungen vorkommen. „In Babywindeln werden Superabsorber eingesetzt, aber auch in technischen Anwendungen wie in Unterseekabeln und als Bodengranulat beim Anpflanzen junger Setzlinge sind unsere Produkte wichtige Helfer“, so Herbe.

Lernen in Theorie und Praxis

Wie STOCKOSORB® in der Praxis funktioniert, lernen die Schüler anhand verschiedener Versuche. Sie pflanzen Kürbissamen, einmal nur in Erde und einmal in Erde gemischt mit STOCKOSORB®. „Die Schüler müssen sich im Unterricht um die Pflanzen kümmern, sie gießen, die Ergebnisse dokumentieren und anschließend analysieren“, erzählt Biologielehrer Christian Dickneite. Im Chemieunterricht untersuchen sie den Einfluss von Salz und Zucker auf die Aufnahmefähigkeit von STOCKOSORB® und lernen die Osmose, also das Hindurchdringen von Wasser durch eine Membran, am Beispiel des Radieschens mit Salz kennen. In Physik beschäftigen sich die Schüler experimentell mit den Kapillarkräften, der Adhäsion und Kohäsion (anziehende Kräfte zwischen den Teilchen verschiedener Körper und eines Körpers), am Beispiel der Wasseraufnahme unterschiedlicher Papiersorten. Anschließend werten sie in Mathe die Forschungsergebnisse mittels Dreisatzrechnungen aus und erstellen im Informatikunterricht daraus Grafiken. „Das Spannende an diesem Projekt ist die Verknüpfung der einzelnen Fachbereiche. Die Schüler saugen jede Menge Wissen auf und nutzen es fächerübergreifend“, so Dickneite.

Die Schüler führen Pflanzenversuche durch und lernen, wie STOCKOSORB® funktioniert.Die Schüler führen Pflanzenversuche durch und lernen, wie STOCKOSORB® funktioniert.

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Die Schüler führen Pflanzenversuche durch und lernen, wie STOCKOSORB® funktioniert.

Die Bezeichnung STOCKOSORB® ist eine geschützte Marke der Evonik Industries AG oder ihrer Tochterunternehmen. Sie ist im Text in Großbuchstaben geschrieben.

Artikel: Frau Micevic

Bewerbungstraining mit Evonik

Fit fürs Vorstellungsgespräch

Hurra! Das Bewerbungstraining hat Schülern, Lehrern und dem Ausbildungsteam von Evonik viel Spaß gemacht.

Im Bewerbungstraining mit den Ausbildern von Evonik erhielten die Schüler der Freiherr-vom-Stein Realschule viele gute Tipps für den erfolgreichen Start in die berufliche Zukunft.

Rund 70 Schülerinnen und Schüler hatten sich für das freiwillige Projekt an zwei Nachmittagen in der Schule angemeldet. Erste Aufgabe war es, eine schriftliche Bewerbung für ihren Traumberuf an Evonik zu schicken. Jede einzelne wurde von den Ausbildern auf Rechtschreibung, Form und Inhalt geprüft und mit einem individuellen Feedbackbogen versehen. Das hat die Schüler schonmal schwer beeindruckt. „Die Vielfalt der Bewerbungen war groß. Zum Beispiel waren Schülerinnen und Schüler dabei, die gerne eine Ausbildung zur Krankenschwester oder zum Autoverkäufer machen möchten, aber auch welche, die sich für eine Ausbildung bei Evonik als Chemielaborant oder Chemikantin interessieren“, erzählt Heike Lechtenberg, Teamleiterin der Ausbildung. Zwei Schülerinnen erhielten für ihre besonders guten Bewerbungen sogar ein Überraschungsgeschenk von den Evonik-Mitarbeitern.

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Im anschließenden Rollenspiel übten die Schüler den Ablauf eines Vorstellungsgesprächs. Von der Begrüßung mit Handschlag über die Aufforderung, etwas über sich und seinen Werdegang zu erzählen bis hin zur richtigen Sitz- und Körperhaltung. Die Evonik-Ausbilder gaben Tipps und wiesen darauf hin, dass nur Übung den Meister macht. „Bereiten Sie sich immer auf Ihre Vorstellungsgespräche vor. Erkundigen Sie sich im Internet über die Firma und die Kennzahlen. Und ganz wichtig: Schreiben Sie sich ruhig Fragen auf, die Sie im Gespräch stellen möchten“, riet Gaby Boekelo den Schülern. „Das zeigt immer, dass Sie sich Gedanken gemacht haben und Interesse haben“, ergänzte sie. Auch die Mitschüler gaben den Teilnehmern Feedback und lobten gute Antworten. „Man muss rechtzeitig auf die Herausforderungen vorbereiten, die nach dem Schulabschluss warten. Das Bewerbungstraining mit Evonik ist ein tolles Projekt im Rahmen unserer Kooperation“, bedankte sich Lehrerin Kathrin Rodemerk abschließend bei allen Teilnehmern.

Seit 1997 arbeitet das Chemieunternehmen mit der Realschule in verschiedenen Projekten zusammen. Nicht nur in Chemie oder anderen Naturwissenschaften, sondern auch in Deutsch, Informatik, Mathematik, Erdkunde, Sozialwissenschaften, Sport und Kunst haben Evonik-Mitarbeiter, Lehrer und Schüler schon zusammengearbeitet.

Über den Dialog bekommen Schüler praxisnahe Einblicke in die Berufswelt, die ihnen bei der Berufsentscheidung wichtige Impulse geben können. Die Unternehmensvertreter lernen die Schulrealität kennen und können Schüler für eine Ausbildung im Unternehmen interessieren.

Artikel: Micevic

Unterricht im Unternehmen: Lehrer besuchten Evonik-Standort Krefeld

Im Rahmen der Kooperation Schule-Wirtschaft besuchten rund 30 Lehrerinnen und Lehrer der Freiherr-vom-Stein Realschule den Evonik-Standort Krefeld. Statt Klassenraum, Biologie- oder Chemiesaal stand „Unterricht im Unternehmen“ auf dem Programm.

Standortleiter Armin Reimann stellte den Standort, die ansässigen Unternehmen und die Produkte näher vor. Dazu gehören unter anderem die Superabsorber von Evonik, die in Babywindeln für trockene Babypopos sorgen, und die Flockungshilfsmittel von Solenis, die in Kläranlagen zur Fest-Flüssigtrennung eingesetzt werden. „Wir freuen uns über das Interesse der Lehrer an unserem Standort. Um neue Projekte und Ideen für die Kooperation entwickeln zu können, sind solche Besuche wichtig“, sagte Reimann.
Ausbildungsleiter Volker Kemper und sein Team informierten über die Ausbildungsberufe und führten die Gäste durch das Ausbildungslabor. Hier zeigten die Chemielaboranten-Auszubildenden ihre Arbeit und standen Rede und Antwort. „Wir möchten Perspektiven für den beruflichen Werdegang aufzeigen. Nach der Schule stehen den Schülern viele Wege offen. Gerade in den chemisch-technischen Ausbildungsberufen, bei den Chemikanten und den Industriemechanikern, suchen wir Nachwuchskräfte“, so Kemper.
Ein Werksrundgang – vorbei an Produktionen, Werkstätten, Büros und Laboren – bildete den Schlusspunkt des Besuchs. „Wir bedanken uns ganz herzlich für die vielen Einblicke und Informationen“, sagte Schulleiter André Bartel. Seit 1997 arbeitet der Evonik-Standort Krefeld in einer Kooperation mit der Freiherr-vom-Stein Realschule zusammen.

Rund 30 verschiedene Projekte haben die Kooperationspartner inzwischen auf die Beine gestellt. Nicht nur in Chemie oder anderen Naturwissenschaften, sondern auch in Informatik, Mathematik, Erdkunde, Sozialwissenschaften, Sport und auch in Kunst haben Evonik-Mitarbeiter, Lehrer und Schüler schon zusammen gearbeitet. Regelmäßig finden etwa 15 Projekte jährlich statt. Rund 60 Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein Realschule haben in den letzten Jahren am Standort Krefeld eine Ausbildung absolviert und arbeiten heute in verschiedenen Bereichen.

Evonik_Gruppenfoto
Ein Werksrundgang gehörte zum Programm. Standortleiter Armin Reimann und Heike Lechtenberg, Teamleiterin der Ausbildung (v.l.), mit den Lehrerinnen und Lehrern der Freiherr-vom-Stein Realschule.

Artikel und Fotos: Sabine Micevic