Rückkehrkonzept

Konzept der Freiherr-vom-Stein Realschule zur Rückkehr in den Regelbetrieb nach den
Sommerferien

(Stand: 12. August 2020)
Die Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales bleibt in ihrer jeweils gültigen Fassung eine der wesentlichen Rechtsquellen für den Infektionsschutz an unserer Schule.Sollte Präsenzunterricht auch nach Ausschöpfen aller Möglichkeiten wegen des weiterhinnotwendigen Infektionsschutzes oder deshalb nicht vollständig möglich sein, weil Lehrkräfte dafürnicht eingesetzt werden können und auch kein Vertretungsunterricht erteilt werden kann, findet Distanzunterricht statt. An unserer Schule besteht im Schulgebäude und auf dem Schulgelände für alle Schülerinnen und Schüler sowie für alle weiteren Personen eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (MNB). Sie gilt für die Schülerinnen und Schüler grundsätzlich auch für den Unterrichtsbetrieb auf den festen Sitzplätzen in den Unterrichts- und Kursräumen. Soweit Lehrkräfte im Unterrichtsgeschehen den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 Meter nicht sicherstellen können, haben auch diese eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.
Sofern jedoch das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung mit den pädagogischen Erfordernissen und Zielsetzungen der Unterrichtserteilung und der sonstigen schulischen Arbeit nicht vereinbar ist, kann die Schule vom Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung zumindest zeitweise oder für bestimmte Unterrichtseinheiten bzw. in Prüfungssituation absehen. In diesen Fällen ist jedoch die Einhaltung der Abstandsregel mit 1,5 Meter zu beachten. Darüber hinaus gehende Ausnahmen, zum Beispiel aus medizinischen Gründen oder auf Grund einer Beeinträchtigung, sind möglich. Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen ist ein Baustein, um Risikogruppen zu schützen und zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus beizutragen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der hygienisch einwandfreie Umgang mit den Mund-Nasen-Bedeckungen wichtig. Die Eltern bzw. Schülerinnen und Schüler sind dafür verantwortlich, Mund-Nase-Bedeckungen zu beschaffen. Um im Bedarfsfall Infektionsketten nachvollziehen und unterbrechen zu können, sind konstante Gruppenzusammensetzungen erforderlich. Der Unterricht findet jahrgangsbezogen in Klassen, in Kursen oder festen Lerngruppen statt. Feste Lerngruppen und Kurse für den Religions- und Wahlpflichtunterricht können gebildet werden. Eine jahrgangsübergreifende Gruppenbildung ist grundsätzlich nicht möglich, Ausnahmen bilden bereits jahrgangsgemischt zusammengesetzte Gruppen für das Betreuungsangebot.

In den Räumen für den Unterricht und andere schulische Angebote soll mit Ausnahme von Ganztags-und Betreuungsangeboten für alle Klassen, Kurse und Lerngruppen eine feste Sitzordnung eingehalten und dokumentiert werden. Für jede Unterrichtsstunde und vergleichbare Schulveranstaltung ist darüber hinaus die jeweilige Anwesenheit zu dokumentieren. Die entsprechenden Dokumente sind zur Rückverfolgbarkeit für vier Wochen aufzubewahren. Die weitgehende Rückkehr zu einem Regelbetrieb im Präsenzunterricht nach den Sommerferien 2020 bedingt eine Reihe weiterer vorbeugender Maßnahmen, deren Regeln von allen Mitgliedern der Schulgemeinde einzuhalten sind. Neben den oben genannten landesweiten Bestimmungen nutzt die Freiherr-vom-Stein Realschule eine Reihe zusätzlicher organisatorischer Maßnahmen zur Infektionsvorbeugung. Neben einer regelmäßigen und wirksamen Durchlüftung der Unterrichtsräume verstärkt die Realschule ihre Aufsichten bzw. setzt die Aufsichten gezielter an anderen Stellen ein. Dies betrifft insbesondere den morgendlichen Schulbeginn mit einer Verdopplung der Frühaufsichten. Eine generelle Entzerrung des Unterrichtstages z.B. durch versetzte Pausenzeiten ist bei der Größe der Schule organisatorisch nicht leistbar. In der Stundenplanung wurde dennoch berücksichtigt, dass an keinem Unterrichtstag alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig Schulbeginn haben.
Die Schülerinnen und Schüler betreten frühestens 15 Minuten vor Unterrichtsbeginn das Schulgelände. Hierbei sollten Sie nach Möglichkeit auf den Mindestabstand von 1,5 Metern achten. Zur Entzerrung des morgendlichen Andrangs bleiben die beiden bereits vor den Sommerferien genutzten Notausgänge (E4 und E2) geöffnet, so dass die diversen Unterrichtsräume durch insgesamt fünf verschiedene Eingänge erreicht werden können. Hierzu begeben sich die Schülerinnen und Schüler zu dem für ihre Klasse vorgesehenen Aufstellplatz auf den drei Schulhöfen. Dort werden sie nach dem ersten Klingeln zu ihrer ersten Unterrichtsstunde von dem jeweiligen Lehrpersonal abgeholt. Dies gilt ebenso nach der ersten sowie nach der zweiten großen Pause. Ein eigenständiges Betreten des Gebäudes vor Unterrichtsbeginn ist nicht gestattet. Auch bleibt das Schulbüro für Schülerinnen und Schüler gesperrt, die Klassenbücher werden durch die Lehrerinnen und Lehrer mit in den beginnenden Unterricht genommen.
Die Jahrgangsstufe 5 ist dabei im Nebengebäude untergebracht, die Jahrgangsstufe 8 im Erdgeschoss des Hauptgebäudes, die Klassen 9 im Seitenflügel des Hauptgebäudes und die Stufen 6,7 und 10 in der dortigen ersten Etage. Jede Jahrgangsstufe hat ihren festen Ein- und Ausgang für das Schulgebäude, der an den Eingängen benannt ist und sich in der Nähe ihres Aufstellplatzes befindet. Alle Klassen einer Jahrgangsstufe haben ihren festen Klassenraum in unmittelbarer Nähe der anderen Stufenklassen. Das zum Schuljahr 2019/2020 eingeführte Lehrerraumprinzip bleibt derzeit ausgesetzt. Für die Klassen 5 und 6 findet mit Ausnahme der Religionsgruppen und des Sportunterrichts alle Stunden im Klassenraum statt.
Für die Klassen 7-10 ist grundsätzlich ein Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fachräumen möglich, sofern die jeweils gültigen Hygienevorschriften eingehalten werden können. Ersatzweise ist ansonsten ein Klassenraum zu nutzen. Im Nebengebäude findet lediglich der Unterricht für die Jahrgangsstufe 5 statt. Einzige Ausnahme ist die Musikklasse 6a, die auf dem Hin- und Rückweg zur Musikstunde von einem Fachlehrer abgeholt und begleitet wird. Nach Schulschluss kann das Nebengebäude in Teilen für das Betreuungsangebot genutzt werden (siehe Betreuungsangebot). Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes gilt grundsätzlich – nicht nur für die Jahrgangsstufe 8 – ein dem Uhrzeigersinn entgegengesetztes Einbahnstraßensystem. Lediglich für den Fachraum R020 und den Raum R014 ist generell vom Eingang E3 aus eine kurze Gegenläufigkeit möglich. Die Jahrgangsstufe 9 betritt und verlässt das Hauptgebäude über den Eingang E4, für Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fachräumen begeben sich die Schülerinnen und Schüler dieser Stufe zu ihrem Aufstellplatz, wo sie von der Kollegin oder dem Kollegen abgeholt werden und über den Eingang E3 das Gebäude betreten und später auch wieder verlassen. Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und der IVK-Klasse betreten das Gebäude über den Eingang E2 und erreichen ihre Klassenräume über den Treppenaufgang vor Raum R025. Dies bedingt eine weitere kurze Gegenläufigkeit im Erdgeschoss, beim Verlassen des Gebäudes über denselben Eingang sind die Schülerinnen und Schüler dann jedoch wieder in derselben Laufrichtung. Für sie, als auch für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 und 10 ist der jeweilige Treppenaufgang auch der Abgang. Die Klassen 6 und 10 betreten und verlassen das Gebäude über den Eingang E1. Beim Verlassen des Gebäudes ist ab Raum R010 die Einbahnstraßenregelung zum Eingang E1 hin aufgehoben. Die räumliche Trennung der einzelnen Jahrgangsstufen im Hauptgebäude wird in der Regel durch die sichtbare Trennung der Bereiche mit den vorhandenen Brandschutztüren unterstrichen sowie punktuell angebrachter den Laufweg lenkenden Schilder. So ist ein Durchgang für Schülerinnen und Schüler z.B. von Raum R120 zu Raum R121 untersagt. Während der Pausen können die Toilettenanlagen im Hauptgebäude nur von außen durch die Eingänge E1 und E3 erreicht werden. Bei einer Regenpause verbleiben die Schülerinnen und Schüler in ihrem Klassenraum. Die Hofaufsichten werden in die Gebäude verlagert und durch die Aufsichtsvertretungen verstärkt. Grundsätzlich gilt, dass die Klassen und Kurse ähnlich einem Feueralarm durch die Lehrerinnen und Lehrer zu den großen Pausen und nach Schulschluss aus dem Schulgebäude begleitet werden. Zumindest für die Jahrgangsstufe 6 und 7 sollte dies auch zu einer anschließenden Sportstunde erfolgen. Nach einer Schwimm- oder Sportstunde warten die Schülerinnen und Schüler aller Klassen an ihrem Aufstellplatz und werden dort von der nächsten Lehrkraft abgeholt. Mit der Rückkehr zum angepassten Schulbetrieb in Corona-Zeiten zum Schuljahr 2020/2021 wird der Unterricht auch im Fach Sport möglichst in vollem Umfang wiederaufgenommen. Auf Grund des § 9 Absatz 7 der CoronaSchVO ist Sportunterricht, inklusive Schwimmunterricht, an Schulen erlaubt. Seitens einer Mitteilung des Schulträgers entfällt der Schwimmunterricht jedoch zunächst bis zu den Herbstferien. Als einziges Schulfach mit schwerpunktmäßig physischer Betätigung in dafür vorgesehenen Sportstätten wie Sporthallen, Schwimmhalle oder auf dem Sportplatz gilt es im Sportunterricht – auch angesichts des hier nicht anwendbaren Schutzes durch eine Mund-Nase-Bedeckung – in besonderem Maße darauf zu achten, Bedingungen zu schaffen, die die aktuellen Vorgaben zur Eindämmung des Infektionsgeschehens beachten und Situationen verhindern, die Infektionsgeschehen verstärken könnten. Der Sportunterricht soll im Zeitraum bis zu den Herbstferien im Freien stattfinden. Kontaktsport ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Die Umkleideräume sind durch eine geringere Zahl von Schülerinnen und Schülern, die sich zur gleichen Zeit in einer Umkleide umziehen, zu nutzen. Dies bedeutet in der Praxis ein Umziehen in Etappen. Gründliches Händewaschen oder eine wirksame Handdesinfektion nach dem Sport sind zwingend erforderlich. Der schulische Musikunterricht findet im Schuljahr 2020/2021 in seinen unterschiedlichen Ausprägungen statt. Gemeinsames Singen in geschlossenen Räumen ist vorerst bis zu den Herbstferien nicht gestattet. Beim gemeinsamen Singen außerhalb von geschlossenen Räumen sowie bei der Verwendung von Blasinstrumenten in den Musikklassen sind die jeweils aufgeführten Sonderregelungen der CoronaSchVO (insbesondere § 8 Abs. 5 CoronaSchVO in entsprechender Anwendung) und ihrer Anlage zu beachten. Diese beinhalten im Wesentlichen vergrößerte Mindestabstände, Hinweise zum Umgang mit und zur Reinigung von Instrumenten sowie zur Hygiene in und zur Durchlüftung von Räumlichkeiten. Die Zusammenarbeit mit der Musikschule als außerschulischen Partner kann im Schuljahr 2020/2021 grundsätzlich stattfinden und ausgestaltet werden. Die jeweils gültigen Regelungen der CoronaSchVO und ihrer Anlage und das standortbezogene Hygienekonzept der Schule und des außerschulischen Partners sind zu beachten. Das Betreuungsangebot ist im Schuljahr 2020/2021 grundsätzlich im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten unter Beachtung des schulischen Hygienekonzeptes wieder möglich. Die Mitwirkung des externen Partners ist ebenfalls wieder möglich und wird vor Ort im Rahmen der bestehenden Konzepte ausgestaltet. Grundsätzlich ist ein regulärer Angebotsumfang anzustreben. Die Zusammensetzung der Gruppen im Betreuungsangebot ist zu dokumentieren, um bei Bedarf Infektionsketten zurückverfolgen zu können. Für Räume und Kontaktflächen gelten die Hygienebestimmungen, die im Rahmen des Hygienekonzeptes der Schule festgelegt sind. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung gilt entsprechend den vorstehenden Regelungen zum Schulbetrieb. Möglich sind auch Angebote zur Mittagsverpflegung durch Dienstleister und dem Kiosk des Hausmeisters zur Versorgung derjenigen, die sich am Schulstandort aufhalten, wenn die aktuell gültigen Vorgaben zum Infektionsschutz und die Hygienevorschriften eingehalten werden. Der Kioskverkauf findet vorerst nur als Fensterverkauf statt.
Auch Schnupfen kann nach Aussage des Robert-Koch-Instituts zu den Symptomen einer COVID-19- Infektion gehören. Angesichts der Häufigkeit eines einfachen Schnupfens empfiehlt die Freiherrvom- Stein Realschule den Eltern unter Bezugnahme auf § 43 Absatz 2 Satz 1 SchulG, dass eine Schülerin oder ein Schüler mit dieser Symptomatik ohne weitere Krankheitsanzeichen oder Beeinträchtigung ihres Wohlbefindens zunächst für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden soll. Wenn keine weiteren Symptome auftreten, nimmt die Schülerin oder der Schüler wieder am Unterricht teil. Kommen jedoch weitere Symptome wie Husten, Fieber etc. hinzu, ist eine diagnostische Abklärung zu veranlassen. Schülerinnen und Schüler, die im Schulalltag COVID-19-Symptome (wie insbesondere Fieber, trockener Husten, Verlust des Geschmacks-/Geruchssinn) aufweisen, sind ansteckungsverdächtig. Sie sind daher zum Schutz der Anwesenden gemäß § 54 Absatz 3 SchulG – bei Minderjährigen nach Rücksprache mit den Eltern – unmittelbar und unverzüglich von der Schulleitung nach Hause zu schicken oder von den Eltern abzuholen. Bis zum Verlassen der Schule sind sie getrennt unterzubringen und angemessen zu beaufsichtigen. Die Schulleitung nimmt mit dem Gesundheitsamt Kontakt auf. Dieses entscheidet über das weitere Vorgehen.


Dieses Konzept wird fortlaufend fortgeschrieben. Die jeweils aktuell gültige Fassung ist auf den Seiten der Schulhomepage zu finden.