Unsere erste Gedenkstättenfahrt nach Frankreich

Vom 6. bis zum 8. März fand die erste Gedenkstättenfahrt der Freiherr-vom-Stein Schule statt. Daran nahmen Schüler/Innen der 10. Klasse sowie Frau Sonnenwald, Frau Trautmann, Frau Reißbitzen, Frau Neweling, Frau Kröhling, Herr Hanrath und Herr Sindram teil. Unser Zielort war Straßburg. Von dort aus besuchten wir das Europaparlament in Straßburg, das KZ Natzweiler-Struthof im Elsass und den Soldatenfriedhof in Niederbronn-les-Bains. Wir möchten Ihnen nun von unserer Gedenkstättenfahrt genauer berichten.

Tag 1:

Am ersten Tag fuhren wir um 5:35 Uhr am MSM Parkplatz ab. Unterwegs machten wir zwei Pausen und kamen schließlich um 11:20 Uhr am Lagrange Hotel in Straßburg an. Dort hatten wir dann zuerst etwas Zeit, uns einzurichten. Daraufhin machten wir uns um 13 Uhr auf dem Weg zum Europaparlament. Angekommen am Parlament wurden wir als erstes wie bei einer Flughafenkontrolle gründlich kontrolliert! Von der Kontrolle aus wurden wir dann ins Innere des Parlaments geführt. Dort wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, die jeweils von einem Mitarbeiter herumgeführt wurden. Zuerst sahen wir uns einen 360° Film über das Europaparlament an. Darin wurde erklärt, dass sich die Abgeordneten einmal im Monat für vier Tage in Straßburg treffen. Außerdem erhielten wir noch viele weitere Informationen. Nachdem wir uns dann den Film fertig angesehen haben, gingen wir in den Plenarsaal und uns wurde noch einiges zu den Sitzungen des Parlaments erklärt. Am Schluss hielten noch einige Schüler/Innen Referate, die sie für das Europaparlament vorbereitet hatten und beendeten den Besuch im Parlament um 15:45 Uhr.

 

 

Daraufhin sind wir zum Hotel gefahren und konnten unseren Abend in der Stadt Straßburg verbringen. Viele von uns besuchten Restaurants und gingen shoppen.

Tag 2:

Am zweiten Tag unserer Frankreichreise besuchten wir das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler – Struthof.

Gegen 10 Uhr stiegen wir in unseren Reisebus ein und fuhren zum Konzentrationslager (KZ). Als wir zu unserem Ziel fuhren, fing es an zu regnen, dies stimmte einige Schülerinnen und Schüler traurig. Doch wir hatten Glück, als wir ankamen hörte es auf zu regnen. Trotz des düsteren Anlass herschte also schönes Wetter auf dem KZ-Gelände. Doch bevor wir mit der Führung anfingen, besuchten wir das naheliegende Museum Mémorial Alsace Moselle. In diesem Museum erfuhren wir einiges über das Konzentrationslager, teils über einen Film, teils über eigene Texte, die man selber las. In der zweiten Hälfte unseres Museumbesuchs betraten wir das untere Geschoss. In diesem unterirdischen Bereich sah man Teile des orginalen Mauerwerks des Kartoffelkellers. Während wir staunend an diesen Mauern standen, lauschten wir dem Mythos dieses Kellers. Es ist quasi ein unterirdisches Gebäude,  etwa 120 Meter lang und es besteht aus 22 Zellen. Gebaut haben es die Gefangegen des KZs. Bis heute ist nicht geklärt, warum dieser Keller eigentlich gebaut wurde.

 

Nachdem wir dieses Museum wieder verließen, gingen wir nun endlich zum KZ-Gelände. Dort bekamen wir eine persönliche Führung über das Gelände.

 

Durch diese Führung erfuhren wir viele interessante Fakten über das Leben der Insassen und der Soldaten im KZ. Das KZ Natzweiler-Struthof war ein sogenanntes Straf- und Arbeitslager des nationalsozialistischen Deutschlands. Es liegt nahe dem Ort Natzweiler, etwa 55 Kilometer südwestlich von Straßburg entfernt. Bei unserer Führung durchs KZ wurden wir durch die einzelnen Baracken geführt. In einer Baracke wurden damals die Insassen eingesperrt, wenn sie etwas verbrochen haben. Je nach Schwere des ,,Verbrechens“ wurden sie für einige Zeit in dunkle und enge Räume eingesperrt. Mit zwanzig Mann saßen sie in diesen Räumen und bekamen nur alle paar Tage etwas zu essen. Insassen, die exekutiert werden sollten, saßen in noch kleineren Zellen und warteten auf den Tod.

 

Eines der schrecklichsten Bereiche des KZs war der Raum, wo der Verbrennungsofen stand, in dem die Leichen der Insassen verbrannt wurden. Durch diese Verbrennungen färbte sich der Schornstein dieses Gebäude rot.

Wir alle haben schon einmal von einem KZ gehört, das Thema haben wir einmal in der Schule behandelt, doch das KZ war ganz anders als man es sich vorstellte. Es war viel realer, viel schrecklicher als wenn man es in einem Geschichtsbuch liest.

Direkt nachdem wir einige Schülerinnen und Schüler am Hotel abgesetzt hatten, fuhr ein Teil der Schüler in die Altstadt von Straßburg, um in einem Restaurant Flammkuchen zu essen. Im Flam’s bestellten wir ein All-you-can-eat Buffet und aßen alle mögliche Arten von Flammkuchen. Unter ihnen waren beispielsweise der Speck-Zwiebel-Flammkuchen

Tag 3:

Wir sind am Freitag, 08.03.2019 um 10:15 Uhr von unserem Hotel, Lagrange Apart’hotel abgefahren. Gegen 11:15 Uhr sind wir an der Gedenkstätte angekommen. Uns empfing ein Mann namens Herrn Bernard. Gegen 11:20 Uhr hat er dann mit seinem Vortrag über den Soldaten Friedhof begonnen. Herr Bernard hat uns Briefe gezeigt, von Verwandten der Soldaten. Ebenfalls erzählte er uns Geschichten einzelner Soldaten und ihren Angehörigen. Es gab insgesamt 18 Mio. Soldaten. Davon sind 4-5 Mio. im 2. Weltkrieg gefallen. Von den ganzen gefallenen Soldaten werden – so Herr Bernard – jährlich 25.000 neue Leichen gefunden. Nach dem anderthalb-stündigen Vortrag sind wir in der Gedenkstätte noch essen gegangen. Danach waren wir gestärkt für den Rundgang auf dem Soldatenfriedhof. Alle Gräber haben den gleichen Grabstein, es sind graue Kreuze, die auf beiden Seiten einen Namen und das Geburts- und Todesdatum eingraviert haben. Der Soldatenfriedhof wurde am 1.Oktober 1966 eröffnet. 2016 hat der Friedhof sein 50-jähriges Bestehen gehabt. Auf dem Friedhof liegen insgesamt 15.413 Soldaten. Uns wurde von einem 10-jährigen Mädchen, namens Karin Goebel berichtet, dass zwar nicht im Krieg mitgekämpft hat, aber als Bombenopfer dennoch auf dem Soldatenfriedhof begraben wurde. Das jüngste Opfer auf dem Friedhof war ein 1 ½-jähriges Kind, dass auch genau wie Karin Goebel ein Bombenopfer war. Das älteste Opfer war eine 89-jährige Frau.

 

Nach dem Besuch auf dem Soldatenfriedhof traten wir wieder unsere Heimreise nach Krefeld an.

Insgesamt hat uns die Fahrt gut gefallen und wir haben viele Erfahrungen gesammelt! 🙂

Artikel: Selina Mader, Jennifer Pych, Celine Sabel und Laura Steffenhagen

 

Bewerbungstraining mit Evonik

Fit fürs Vorstellungsgespräch

Hurra! Das Bewerbungstraining hat Schülern, Lehrern und dem Ausbildungsteam von Evonik viel Spaß gemacht.

Im Bewerbungstraining mit den Ausbildern von Evonik erhielten die Schüler der Freiherr-vom-Stein Realschule viele gute Tipps für den erfolgreichen Start in die berufliche Zukunft.

Rund 70 Schülerinnen und Schüler hatten sich für das freiwillige Projekt an zwei Nachmittagen in der Schule angemeldet. Erste Aufgabe war es, eine schriftliche Bewerbung für ihren Traumberuf an Evonik zu schicken. Jede einzelne wurde von den Ausbildern auf Rechtschreibung, Form und Inhalt geprüft und mit einem individuellen Feedbackbogen versehen. Das hat die Schüler schonmal schwer beeindruckt. „Die Vielfalt der Bewerbungen war groß. Zum Beispiel waren Schülerinnen und Schüler dabei, die gerne eine Ausbildung zur Krankenschwester oder zum Autoverkäufer machen möchten, aber auch welche, die sich für eine Ausbildung bei Evonik als Chemielaborant oder Chemikantin interessieren“, erzählt Heike Lechtenberg, Teamleiterin der Ausbildung. Zwei Schülerinnen erhielten für ihre besonders guten Bewerbungen sogar ein Überraschungsgeschenk von den Evonik-Mitarbeitern.

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Im anschließenden Rollenspiel übten die Schüler den Ablauf eines Vorstellungsgesprächs. Von der Begrüßung mit Handschlag über die Aufforderung, etwas über sich und seinen Werdegang zu erzählen bis hin zur richtigen Sitz- und Körperhaltung. Die Evonik-Ausbilder gaben Tipps und wiesen darauf hin, dass nur Übung den Meister macht. „Bereiten Sie sich immer auf Ihre Vorstellungsgespräche vor. Erkundigen Sie sich im Internet über die Firma und die Kennzahlen. Und ganz wichtig: Schreiben Sie sich ruhig Fragen auf, die Sie im Gespräch stellen möchten“, riet Gaby Boekelo den Schülern. „Das zeigt immer, dass Sie sich Gedanken gemacht haben und Interesse haben“, ergänzte sie. Auch die Mitschüler gaben den Teilnehmern Feedback und lobten gute Antworten. „Man muss rechtzeitig auf die Herausforderungen vorbereiten, die nach dem Schulabschluss warten. Das Bewerbungstraining mit Evonik ist ein tolles Projekt im Rahmen unserer Kooperation“, bedankte sich Lehrerin Kathrin Rodemerk abschließend bei allen Teilnehmern.

Seit 1997 arbeitet das Chemieunternehmen mit der Realschule in verschiedenen Projekten zusammen. Nicht nur in Chemie oder anderen Naturwissenschaften, sondern auch in Deutsch, Informatik, Mathematik, Erdkunde, Sozialwissenschaften, Sport und Kunst haben Evonik-Mitarbeiter, Lehrer und Schüler schon zusammengearbeitet.

Über den Dialog bekommen Schüler praxisnahe Einblicke in die Berufswelt, die ihnen bei der Berufsentscheidung wichtige Impulse geben können. Die Unternehmensvertreter lernen die Schulrealität kennen und können Schüler für eine Ausbildung im Unternehmen interessieren.

Artikel: Micevic

Nun sind sie fertig und bald auch bei uns in der Schule: vier 3D-Drucker

16 Schüler und Schülerinnen der 9. Klasse nahmen an der AG „3D Druckerbau“ teil. Ermöglicht wurde die AG durch die Zusammenarbeit vom zdi Krefeld mit der Hochschule Niederrhein.

Mit engagierter und kompetenter Unterstützung von vier Studenten haben die Schüler im Maker-Space der Hochschule Niederrhein in Vierer-Gruppen jeweils einen 3D-Drucker für unsere Schule gebaut. Es war eine große Herausforderung, die aber im Team mit toller Unterstützung der Studenten gut gemeistert wurde. Dabei mussten sie zunächst ihre Angst überwinden, Fehler zu machen. Sie lernten viele neue Werkzeuge und Materialien kennen und arbeiteten an ihrer Kompetenz, Bauanleitungen zu verstehen und umsetzen zu können. Zum Schluss mussten die Drucker noch programmiert bzw. eingestellt werden.

Nun ist der 3D-Drucker-Kurs abgeschlossen, doch die Schüler und Schülerinnen haben viele tolle Ideen für den Einsatz der Drucker an unserer Schule. Vor uns liegt nun noch viel Planung und Umsetzung.

Großes Interesse besteht auch, im nächsten Schuljahr an der Hochschule Niederrhein ein Folgeprojekt mit den 3D-Druckern durchzuführen.

Betreut wurde die AG von Frau Rodemerk.

Artikel: Rodemerk